Kunsthallenpark

Chronik

1870

Plata

Die Stadtmauer wurde vermutlich zwischen 1870 und 1880 abgerissen, der Wassergraben zugeschüttet, die Lutter gleich neben der Platane, überwölbt (kanalisiert). Man legte auf dem Wall eine breite Straße und eine mehrreihige Ulmenallee an, an die noch der inoffizielle Name Ulmenwall (sowie der gleichnamige Bunker) erinnert. An der Stadtseite baute man repräsentative Gründerzeithäuser.

Blubu

So erinnert sich Blubu an die "schöne Isländerin" und ihren blinden Mann: "Das muss so um 1870 gewesen sein, da kam dieses Paar fast jeden Tag an mir vorbei. Sie - eine schlanke, rüstige Dame, der auch mit 60 (was für Menschen ja ein höheres Alter ist) noch sehr schön war. Als junge Frau waren ihr bestimmt die Männer hinterhergelaufen. Der Glückliche, der sie bekommen hatte, ging stets an ihrer Hand: der Gymnasialprofessor und Sprachforscher Karl Schütz, der erblindet war und nicht mehr lesen konnte. Die beiden setzten sich an schönen Tagen hier auf eine Bank, sie packte ein Buch aus und las es ihrem Mann vor. Die beiden strahlten eine anmutige Ruhe aus. Sie hieß Christiane Johanna Schütz und stammte tatsächlich aus Island." (Dank an www.unglaublich-weiblich.de, 1834)

Kuka

Auf dem Gelände der abgerissenen Stadtmauer wurde das Städtische Gymnasium errichtet (das spätere Ratsgymnasium), wobei man den Grestschen Hof, einen Adelshof aus der Renaissance, in den Bau mit einbezog.