Kunsthallenpark

Chronik

1914

Kieke

August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. In Bielefeld wurden mehrere Lazarette eingerichtet, darunter im Schützenhaus auf dem Johannisberg. Es diente zunächst als Lazarett für gefangene, verwundete Engländer, Franzosen und Belgier. 1915 mussten dort auch die ersten verwundeten deutschen Soldaten untergebracht werden, weil es inzwischen so viele waren.

Blubu

Ende Juli gab es auch in Bielefeld eine Kundgebung gegen den drohenden Kriegsausbruch. Blubu erinnert sich: Viele Arbeiter hatten sich Anzüge und Kleider angezogen und zogen an einem Juliabend am Friedhof vorbei zur Centralhalle am Kesselbrink. Sie waren besorgt und sprachen darüber, ob wohl ein Krieg kommt. Später am Abend trafen sich auf dem Friedhof zwei üble Gestalten. Das waren wohl Polizeispitzel. Sie unterhielten sich über die Kundgebung in der Centralhalle. Der eine sagte: "Ja, der Severing - typisch Sozi! Die Serben haben den Franz Ferdinand ermordet, und die Sozis jammern, wenn die Österreicher da mal hart durchgreifen wollen." Und der andere: "Ach ja, die mögen halt keine Soldaten. Aber von Streik gegen einen Krieg war keine Rede. Darauf sollten wir besonders achten. Hast du was gehört?" - "Nee. Sie sollen besonnen bleiben, hat der Severing zu seinen Arbeitern gesagt."