Kunsthallenpark

Chronik

1813

Kuka

Befreiungskriege gegen Napoleon. Die Bielefelder spendeten den preußischen Truppen und Freikorps Geld, Schmuck, Silberbesteck, Medaillen und Leinenstücke. Als sie siegreich aus Frankreich zurückkehrten, wurden sie in Bielefeld stürmisch gefeiert.

1830

Alta

Der großbürgerliche Club „Ressource“ lud in den 1830er Jahren regelmäßig zu Karnevalsbällen in ein Konzerthaus am Altstädter Kirchplatz ein. Bis in die 1880er Jahre war Bielefeld eine Karnevalshochburg.

1831

Kuka

Am 25. Juli wurde die Bielefelder Schützengesellschaft gegründet. Sie sollte den Gemeinsinn fördern und die »brüderliche Eintracht« der Bielefelder in Form eines jährlichen Schützenfestes feiern. Alsbald trafen sich die Schützen auf dem Johannisberg zum Schießen. Offenbar gedieh die Eintracht im Pulverdampf noch einmal so gut.

1834

Frieli

Im Rosenhof, einem Adelshof in der Kreuzstraße, wurde die erste Bürgerschule untergebracht. Sie fasste alle protestantischen Schulen zusammen. 1849 gab es dort acht Lehrer und 690 Schüler.

1835

Blubu

Um 1835 konnten die Bielefelder im aufgestauten Stadtgraben vor dem bröckelnden Niederntor angeln und Eisvögel beobachten. Im Winter konnten sie dort schlittschuhlaufen. Die Frau eines Hauptmanns der Garnison erregte als erste Frau auf Schlittschuhen Aufsehen. Heute tost dort der Jahnplatz.

1842

Kuka

In Deutschland blühte die Burgenromantik. Auch in Bielefeld sammelte ein Bürgerkomitee Geld für den Wiederaufbau des Bergfrieds (Turmes) der Sparrenburg. 1843 wurde der Turm fertig. Auch die Brücke zum Burgtor wurde wiederhergestellt.

1848

Blubu

Im Revolutionsjahr 1848 gründeten Bielefelder Patrioten eine Turngemeinde, die ihre von Ludwig Jahn inspirierten Leibesübungen vielleicht auf dem Kesselbrink vorführten.

Frieli

Ein Pferdestall an der Kreuzstraße zwischen Spiegelshof und 55er Kaserne diente ab 1848 als Theatersaal. Bis zum Bau der Eisenbahn 1847 wurden dort Pferde für die Postkutschen gehalten. Der Saal war recht verkommen, aber stets überfüllt. Erst 1904 entstand am Neumarkt/Schillerplatz ein richtiger Theaterbau.

1850

Blubu

Um 1850 wurde Blubu die Friedhofsbuche auf dem Friedhof hinterm Jahnplatz gepflanzt – eine Blutbuche, d. h. eine Zuchtform der gewöhnlichen Buche mit tief-dunkelroten Blättern.

1856

Blubu

1856 baute man dort, wo später die Hauptpost entstand, das erste Bielefelder Gaswerk. In drei Öfen wurde Steinkohle in Leuchtgas verwandelt. Damit wurden Laternen betrieben: in den Häusern, in der Ravensberger Spinnerei und auf der Straße. Überall kam dieses gelbliche Gaslicht auf, und die Nächte waren seitdem nicht mehr richtig dunkel. Die Steinkohle kam mit der Eisenbahn, die damals noch neu war, aus dem Ruhrgebiet angefahren. Blubu erinnert sich vor allem an den ungesunden Geruch der Gasanstalt. Später nannte man das Gas Stadtgas. Es bestand aus giftigem Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan.

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