Zeitzeuge

Bübu, die Bürgerbuche

Ort und Gestalt

Bübu ist ein Zwillingspaar, eine Doppel-Hängebuche und steht im Bürgerpark, ca. 30 m von der Stapenhorststraße entfernt, ca. 70 m östlich der Rudolf-Oetker-Halle. Die beiden Buchen bilden eine gemeinsame Krone, die wie eine grün schillernde Kuppel geformt ist, in die die Menschen eintreten können. Ihre Zweige hängen wie ein Vorhang bis zum Rasen hinunter. Die beiden urig gekrümmten Stämme sehen die Menschen im Sommer nur, wenn sie in die Kuppel eintreten. Wie üblich bei bekannten Buchen ist ihre Borke in Augenhöhe der Menschen mit Narben übersät, dort wo Männer mit Messern ihre Spuren hinterlassen haben. Bübu überblickt den ganzen Bürgerpark, die Oetkerhalle, den Rosen¬garten, die Melanchthonstraße mit den Schulen (darunter das Max-Planck-Gymnasium), die „Alm“ (auch „Schüco-Arena“ genannt), die obere Hälfte der Stapenhorststraße.

Baumart

Hänge- oder Trauerbuche, Fagus sylvatica f. pendula, eine Zuchtform der Gewöhnlichen Buche.

Geschichte

1919-1921 wurde auf dem Gelände einer ehem. Tongrube der Bürgerpark angelegt. Dabei wurde wahrscheinlich auch die Doppel-Hängebuche gepflanzt, die damals schon etwa 10 Jahre alt gewesen sein dürfte. 1928-1930 wurde die Rudolf-Oetker-Halle am Rande des Bürgerparks erbaut. Dabei wurde vermutlich der untere Teil des Parks als Landschaftspark umgestaltet, die ursprünglich vorhandenen Blumenrabatten verschwanden. Um 1925 fand auf dem nahe gelegenen Sportplatz »Alm« das erste Handballspiel des DSC Arminia Bielefeld statt; seit 1926 spielt die Arminia dort Fußball. 1970 wurde dort ein Bundesligastadion mit Flutlicht, Tribünen und 30.000 Plätzen gebaut, das seit 2004 offiziell »Schüco-Arena« heißt. 1995 wurde eine U-Bahn-Linie zur Universität gebaut, und es entstand gleich neben Bübu die U-Bahn-Station »Rudolf-Oetker-Halle«.

Status und Pflege

Bübu ist ein städtischer Baum und Teil einer städtischen Grünanlage. Sie ist durch die Baumerhaltungsrichtlinie von 2009 geschützt und wird von den Umweltbetrieben gepflegt.