Kunsthallenpark

Chronik von Frieli

1807

Nach dem Sieg der von Napoleon geführten Franzosen über Preußen gehörte Bielefeld zum Königreich Westphalen mit Sitz in Kassel, das von König Jerôme Napoléon („König Lustig“) geführt wurde, einem Bruder Napoleons. Es bestand bis 1813. Der Bau des Friedhofs Jahnplatz geht auf diese Zeit zurück.

1834

Im Rosenhof, einem Adelshof in der Kreuzstraße, wurde die erste Bürgerschule untergebracht. Sie fasste alle protestantischen Schulen zusammen. 1849 gab es dort acht Lehrer und 690 Schüler.

1848

Ein Pferdestall an der Kreuzstraße zwischen Spiegelshof und 55er Kaserne diente ab 1848 als Theatersaal. Bis zum Bau der Eisenbahn 1847 wurden dort Pferde für die Postkutschen gehalten. Der Saal war recht verkommen, aber stets überfüllt. Erst 1904 entstand am Neumarkt/Schillerplatz ein richtiger Theaterbau.

1902

Am 30. Januar 1902 brach in der Neustädter Marienkirche Feuer aus. Obwohl die Feuerwehr rasch zur Stelle war, wurden die Chöre der Westseite, das Altarfenster, die 1893 gebaute Orgel und die restaurierten Wandmalereien zerstört. Die erneut restaurierte Kirche wurde am 11. März 1903 wieder eingeweiht. Pastor Johannes Kuhlo hielt den Abendgottesdienst.

1944

Beim großen Bombenangriff am 30. September 1944 wurde die Neustädter Marienkirche von Brandbomben getroffen, Dach und Türme brannten ab, ebenso die meisten alten Handwerker-Fachwerkhäuser in der Kreuzstraße und der Rosenhof gegenüber, ein Adelshof aus der Renaissance. Die Glocken der Kirche waren schon im Jahr zuvor verstummt und für Kriegszwecke eingeschmolzen worden.

1955

Um 1955 wurde die Kreuzstraße stark verbreitert. Dem fielen die letzten erhalten gebliebenen Fachwerkhäuser und der Clostersche Adelshof (Kreuzstraße 26) zum Opfer. Auch die Mauern des ausgebrannten Rosenhofs fielen. An seiner Stelle wurde das Lutherstift gebaut.

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