Kunsthallenpark

Chronik von Plata

1650

1650 befand sich an der heutigen Kreuzung Niederwall/ Am Bach das Brücktor der Stadtmauer, durch das die Weserlutter die Stadt verließ. Auf der Innenseite der Stadtmauer befand sich eine Wassermühle, die Starkenmühle, mit mehreren kleinen Mühlrädern im Bach.

1740

Um 1740 wurde dort, wo die Lutter den vor dem Brücktor der Stadtmauer gelegenen Wall durchschnitt, eine Platane gepflanzt: Plata, die spätere große Platane am Niederwall.

1870

Die Stadtmauer wurde vermutlich zwischen 1870 und 1880 abgerissen, der Wassergraben zugeschüttet, die Lutter gleich neben der Platane, überwölbt (kanalisiert). Man legte auf dem Wall eine breite Straße und eine mehrreihige Ulmenallee an, an die noch der inoffizielle Name Ulmenwall (sowie der gleichnamige Bunker) erinnert. An der Stadtseite baute man repräsentative Gründerzeithäuser.

1902

1902 wurde die Straßenbahnlinie 2 nach Sieker auf den Niederwall verlegt (damals noch Neumarkt und Ulmenstraße genannt)

1925

Die Ulmen auf dem Ulmenwall fielen in den 1920er Jahren der ersten großen Welle des Ulmensterbens zum Opfer.

1944

Beim Bombenangriff am 30. September brannten fast alle Gebäude im Kreuzungsbereich Niederwall / Am Bach / Hermannstraße ab. Die heutigen Gebäude entstanden zum größten Teil in den 1950er und 1960er Jahren.